Ups, mein Projektfriedhof. Ja, es ist Zeit für ein Geständnis, was bei mir liegen bleibt bzw. was ich liegen lasse. Damit ist ein wenig Scham verbunden, obwohl ich als professionelle Geschehenlasserin eine gute Ausrede habe. 😊
Fakt ist: Es gibt Dinge, die ich machen wollte und ich habe sie nicht weitergeführt. Eine Standortbestimmung dazu ist fällig, denn in den letzten Wochen kam manches mit Reanimationswünschen zu mir zurück. Danke also an Alexandra Bohlmann für ihren Aufruf zur Blogparade Zeig deinen Projektfriedhof ↗. Alexandra ist Unternehmerin, Resilienztrainerin und Organisationsmentorin für kreative Chaotinnen.
Wer weiss, was passiert, wenn unfertige Projekte wieder ans Licht geholt werden: Begrabe ich sie mit Würde und lasse sie in Frieden ruhen (RIP) oder kommt es zu einer Reanimation und Wiederbelebung? Ich bin selbst gespannt, was diese Projektauslegeordnung anstossen wird.
Die 5 Projekte im Überblick
Projekt 1: Interviews auf dem Atemblog
Ab 2020 startete ich auf dem Atemblog eine Reihe mit Interviews, weil es mir so gefällt, von anderen zu hören und den Austausch zu fördern. Bisher sind 3 Interviews entstanden. Viele Menschen sind mir begegnet, die ich gerne interviewt hätte. Manche von ihnen fragte ich sogar und sie waren dazu bereit! Es kam jedoch (bisher) nicht dazu, weil ich mich nicht aktiv dran machte.
2019: Frau Ulbrich, finden Sie Gähnen unanständig?
So startete mein erstes Interview auf dem Atemblog. Damals noch in Sie-Form. 2019 drehte sich für mich alles ums Gähnen. So löcherte ich die österreichische Stimm-Coachin Brigitte Ulbrich mit meinen Fragen zum Gähnen.
Der überraschendste Moment: Ich fragte Frau Ulbrich nach ihrer Lieblingsübung. Die hiess: «Alphornübung» (und hat nichts mit Alphornspielen an sich zu tun; wer mich kennt, weiss: Susanne hat 3 Hörner, 2 davon Alphörner).
Hier kannst du das ganze Interview lesen und mehr über den positiven Einfluss von Gähnen auf deine Stimme erfahren: ➡️ Interview mit Brigitte Ulbrich, Expertin für Stimme und Sprechen
2022: Wenn du eine Nudel wärst …
Es dauerte mehrere Jahre bis zum nächsten Interview. Dafür war das dann per Video und auf dem Blog veröffentlichte ich das Transkript dazu. Mein Plan war, nun endlich regelmässig Interviews zu machen und am Ende auch immer die Nudelfrage zu stellen – Welche Nudel wärst du? Das Thema griff ich dann bei meiner ersten Blogparade im Folgejahr auf, hier sind Antworten dazu: ➡️ Nudel-ABC: Blogparade #nudelfrage
Im Interview mit Gabriele Breuninger, Musikerin und Alexandertechnik-Fachfrau aus Deutschland, sprachen wir über die Wichtigkeit des Atems und die Magie der Selbstorganisation des menschlichen Organismus. Das Video ist nicht mehr verlinkt in diesem Blogartikel-Relikt, das Transkript in voller Länge zum Nachlesen für dich bereit: ➡️ Gabriele Breuninger: «Lasst einfach mal den Mund zu!»
2023: Was sind Pausen?
Bis zum nächsten Interview dauerte es gar nicht lange. Der Impuls kam von meiner Kollegin Eveline Baumgartner Meier, von der ich im Gegenzug auch interviewt wurde. Dieses Interview findest du auf ihrem Blog: Interviewreihe Atem – Atemtherapie nach Middendorf ↗️
Ich selbst fragte Eveline zum Thema Pausen aus. Denn sie ist nicht nur Atemtherapeutin, sondern ausgebildete Arbeits- und Organisationspsychologin und tätig als Autorin und Job Crafting Coach. Unser Interview kannst du hier nachlesen: ➡️ Die Pausenformel: Natur als Vorbild. Arbeitspsychologin Eveline Baumgartner Meier im Interview.
Fazit: Reanimieren!
Ich liebe es, Fragen zu stellen! Ich will die Interviews weiterführen. Eine nächste Idee und konkrete Anfragen an Menschen geistern bereits in meinem Kopf herum bzw. 2 Ideen sind zwischen Tür und Angel abgesprochen. Nun ist es an mir, die Nägel mit Köpfen zu machen, sagen wir bis Ende Jahr?
Falls du Lust hast, dich von mir interviewen zu lassen, melde dich gerne bei mir und erzähl mir, warum ich dich ausfragen soll und wie das den Atemblog bereichert. Ich freue mich auf deine Ideen! ➡️ Kontakt
Projekt 2: Mein Mikropausen-Ratgeber
Bereits als Kind wollte ich Bücher schreiben. Später verabschiedete ich mich davon, mal Romanautorin oder Dichterin zu werden. Dafür wurde ich bloggende Atemtherapeutin 😊
Das Buch-schreiben-wollen blieb. Mir schwebte ein Sachbuch vor. Ein Ratgeber sollte es werden. Ich fädelte alles ein, holte mir Unterstützung, setzte mich hin und packte es an. Von Vorbereitung, Recherche über Buchstruktur bis zu den ersten niedergeschriebenen Kapiteln … und dann? Ich weiss auch nicht. Es ging nicht weiter. Ich machte nicht weiter. Mein Buchprojekt schläft.
Im Rahmen einer Blogparade habe ich es wiederbelebt und mich neu hineingeträumt:
Fazit: RIP 🤔
Ich bin ein wenig ernüchtert bezüglich Buch schreiben. Es ist nun schon wieder 2 Jahre her, dass ich mich reinkniete. Was davon schon an Text steht, könnte ich heute nicht mehr so übernehmen. Ich kann nicht wieder in denselben Fluss steigen. Heute gäbe es ein anderes Sachbuch, einen anderen Ratgeber. Und: ich bräuchte echt Zeit für Deep work. Meine Prioritäten habe ich in den letzten Jahren anders gesetzt.
Weiterträumen betrifft meine Ursprungsidee, aus den Anregungen des Mikropausen-Generators ein Klipp-Klapp-Buch zu produzieren: ➡️ «Mischelbücher» – Die atemberaubenden Möglichkeiten von Klappbüchern und Satzgeneratoren
Projekt 3: Mein Podcast
Ein grosser Traum …
Ideen sind da.
Umsetzungsmöglichkeiten sind da.
Keine Zeit.
Fazit: RIP 🎧
Ich bleibe bloggende Atemtherapeutin. Meine EINE Sache ist mein Blog. Bis ich vielleicht in Zukunft plötzlich ganz viel Zeit habe und nichts mehr damit anzufangen weiss. 😊
Projekt 4: Atemausbildung
2025 sagte ich JA dazu: ➡️Ich habe JA gesagt – und folge dem roten Faden meines Lebens zu meiner Vision
2026 krebste ich zurück.
Das Leben geht weiter. Ich bin trotzdem weiter am Ateminstitut Schweiz in Bern aktiv, auch wenn ich (wie es jetzt aussieht) nicht die bin, die diese Schule weiterführt. Infos zu den geplanten Kursen findest du bei Ateminstitut Schweiz ↗️
Fazit: RIP
Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt! 😊 Ich vertraue darauf, dass schon das «Richtige» kommt.
Projekt 5: Artikelreihe über Atemtherapie und Spiritualität
Ich wollte mich endlich damit auseinandersetzen und hatte einen Weg gefunden, das zu tun. Darüber bloggen! Über den Start meiner Idee bin ich bisher nicht hinausgekommen.
Trampelpfad der Halbwahrheiten
Fazit: Wiederbeleben 🪄
Die Reihe darf weitergehen. Ich weiss noch nicht wann. Bis ich sage, ich schreibe daran nicht weiter, ist das Projekt noch nicht gescheitert und offen für die Fortsetzung mit neuen Artikeln. 🌞
Fazit: Projekte kannibalisieren einander
Inwieweit bin ich selbst verantwortlich für meinen Projektfriedhof? Habe ich einfach zu viele Ideen? Lasse ich mich zu schnell ablenken, habe kein Durchhaltevermögen oder bin ich eine Prokrastinateuse? Trifft alles zu und ist doch auch wieder nicht ganz wahr.
Eines jedoch weiss ich bestimmt: Die Projekte bzw. Ideen kannibalisieren einander bei der Umsetzung. Es ist ein Ressourcenproblem. Entweder ich setzte Prioritäten oder das Leben entscheidet für mich, was geht und was nicht.
So also auch für das Reanimieren: Wiederbeleben ja, realistisch bleiben dabei unbedingt!
Meine Reanimations-Hitliste:
- Interviews ✅ bald weiterführen!
- Reihe Atemtherapie & Spiritualität 🪄 weiterbloggen
- Mein Buchprojekt neu denken 🐦🔥 2027
Jetzt bist du dran!
Welche unfertigen Projekte schlafen auf deinem Schreibtisch? Lass unten im Kommentar ⤵️ etwas darüber da und teile mit uns, was du gerne beerdigst und was du vielleicht wiederbeleben möchtest. Hast du selbst einen Blog? Dann nimm mit deinem Projektfriedhof teil an Alexandras Blogparade und hol dir neuen Rückenwind für die Umsetzung deiner Ideen.
Blogparaden-Sommer 2026
Meine eigene Blogparade #Peinlich!?
Wann hast du zuletzt einen peinlichen Moment erlebt in deinem Job? Wie bist du damit umgegangen? Ich finde, es ist Zeit, über Scham im beruflichen Kontext zu reden:
➡️ Blogparaden-Aufruf: Peinlich!? Scham als Ressource im Berufsalltag
Mein Artikel zu #Peinlich!?
➡️ 100 Dinge, die mir als Atemtherapeutin, Bloggerin und Dozentin peinlich sind und wie ich sie als Ressource nutze Mein eigener Beitrag zum Thema Scham im Beruf und wie ich ihre Weisheit als Wegweiser nutze.
Meine Artikel zu anderen Blogparaden
- ➡️ Mehr Raum fürs Bloggen! … weil es mich glücklich macht: Mein Auftakt zum Blogparaden-Sommer: Anette Schade, Expertin für gesundes Stressmanagement und Burnoutprävention fragt «Wofür nimmst du dir (wieder) Raum – und was darf dafür gehen?»
- ➡️ 3 Gewürze, die ich liebe: Exotische Trilogie, die mich besänftigt: Unwiderstehlicher Blogparaden-Aufruf von Daniela Beer, Gewürzkennerin und Teeliebhaberin: «Meine drei Lieblingsgewürze und wo ich sie einsetze». Hier stelle ich meine Top3 vor.
- ➡️ Sommercheck 2026 Blog und Webseite für die Blogparade «Hinter den Kulissen selbstständiger Frauen» von Linda Kunze, Expertin für leises Marketing und Buchautorin.
- ➡️ RIP oder Reanimation? (Nicht-)Handeln auf dem Projektfriedhof als Beitrag zur Blogparade «Zeige deinen Projektfriedhof» von Alexandra Bohlmann, Organisationsmentorin für kreative Chaotinnen.
- ➡️ Mehr vom Leben mit allen Sinnen: 3 Jahre, 300+ Momente – warum #8sammeln mehr als Achtsamkeit ist zum 3-jährigen Geburtstag von #8Sammeln zur Blogparade «Warum und wann ich mit dem Bloggen angefangen habe» von Birgit Lorz.










Alexandra
Liebe Susanne,
ich finde es so mutig von dir, dass du dich sogar gleich direkt damit beschäftigst, was du von den Projekten noch umsetzen möchtest und welche nicht. Ich habe das nur bedingt geschafft. Auch bei deinem Artikel fallen mir wieder Projekte auf, die ich selbst noch offen habe. Denn die, die noch nicht irgendwo gestartet sind, sondern nur eine Idee sind, sind bei mir noch gar nicht als Projekt verankert. So schön, dass du bei meiner Blogparade mitgemacht hast. Herzliche Grüße Alexandra