Mini-Blogparade #8Sammeln

7 Gedanken im März 2026: Ein neues Ritual auf dem Atemblog

Grafik: 7-Eck in dem eine Zahl 7 und das Wort Gedanken stehen

Ich spüre den Frühling! Das heisst bei mir auch immer – etwas Neues anfangen, etwas Neues ausprobieren. Die Idee mit den 7 Gedanken für den laufenden Monat von Linda Kunze haben mich gepackt. Ich erhoffe mir ein neues Ritual für den Atemblog. Heute fange ich damit an. 😉

Gerade beim letzten Monatsrückblick fand ich es unbequem, am Ende alles einzusammeln und wünschte mir, ich hätte zwischendurch mal etwas aufgeschrieben oder dokumentiert, währendem die Wochen vorbeirauschten. Kaum gedacht, las ich von einem neuen Blogformat zum Mitmachen und wusste: Ja, da mache ich mit! 7 Gedanken dürfen es sein, das gefällt mir!

Hier sind meine sieben Gedanken aus diesem Monat.

Alle 7 Gedanken auf einen Blick

Gedanke 1 – Eine Beobachtung: Do not feed the birds!

In den letzten Wochen sind mir viele Vögel aufgefallen: Ich höre sie zwitschern, sehe sie in ihren Nestern nesten oder sie hüpfen in der Stadt jedem Brösmeli [Brosame] nach.

Dazu kommen Regeln und Verbote in öffentlichen Räumen, mehrsprachig. Do not feed the birds! Was die Vögel sich wohl für den Umgang mit uns für Regeln ausdenken würden?

Früher war es das Familienhighlight, mit dem harten Brot zum Stadtweiher zu fahren und es den Enten zu verfüttern. Heute weiss ich: hartes Brot ist kein Entenfutter.

Ja, in der Stadt geht es um den Dreck, den die Vögel dort machen, wo sie gefüttert werden. Den Dreck, der da stört. Heute bauen Vögel ihre Nester aus Plastik, weil mensch den Planeten damit verdreckt.

Das finde ich sehr lösungsorientiert von unseren «gefiederten Freunden». Trotzdem möchte ich selbst kein Bett aus Plastik und habe das Privileg, darüber zu entscheiden, wie ich mich bette. Gracias a la vida?

Gedanke 2 – Eine Erkenntnis im Prozess: Ver- und Entwicklungen

Bei meiner Arbeit als Atemtherapeutin und beim Unterrichten am Ateminstitut Schweiz in Bern bin ich mit Menschen im Erleben ihrer Prozesse verbunden. Körperempfindung, Atemgeschehen, Befindlichkeiten.

Das ist für mich oft anstrengend, wenn so viel parallel und auf verschiedenen Ebenen läuft. Besonders wichtig sind für mich dann die Pausen zwischendurch, der tiefe und erholsame Schlaf, Waldspaziergänge und mich immer wieder glücklich zu bloggen.

Zu meiner Entlastung suche ich dann oft das Einfache. Das Stille. Das Langsame. Diese Qualitäten regulieren mich für neue Abenteuer und gemeinsame stürmische Seelenbootsfahrten.

Gedanke 3 – Etwas Persönliches im Klickblick: Spiegel am Waldrand

riesige Pfütze, in der sich eine Baumkrone spiegelt

Es fasziniert mich, wie sich die Bäume am Waldrand aufs Wasser legen. Wie der Himmel und die Wasseroberfläche synchron Halt geben und dabei fliessend bewegt da sind. Wie so eine flache Pfütze Tiefe in mir anspricht. Warum habe ich mich nicht hineingelegt?

(Im Hintergrund folgen ein paar Spaziergänger und komplett nass in der Frühlingsbrise nach Hause zu gehen war dann doch keine echte Option. Mein Körper hat sich trotzdem hineingeträumt in das steinige Bett zwischen Erde und Himmel.)

Was ist der Klickblick?

Ein Foto aus den vergangen Wochen von unterwegs, das mich zum Sinnieren angeregt oder mich zum Lachen gebracht hat. Der Klickblick ist eine Rubrik in meinen bisherigen «regulären» Monatsrückblicken. Falls ich die wirklich in Zukunft auslasse, soll der Klickblick auch bei meinen 7 Gedanken einen Platz finden darf. ➡️ Klickblick Februar

Gedanke 4 – Ein Satz, der geblieben ist: Ungesagt oder unsäglich?

Übernimm Verantwortung für das, was du sagst. Übernimm ebenso die Verantwortung für das, was du nicht sagst.

Was bei mir nachhallt, ist eine Aufforderung aus dem letzten Seminar in Prozessarbeit zum Thema Krisen und Konflikte: Jeder und jede ist aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen für das, was er/sie sagt. Und auch für das Ungesagte! Im Konflikt. Im Leben.

Ich bin eine notorische Unsagerin. Dafür die Verantwortung zu übernehmen, wage ich nun Stück für Stück. Manchmal bedeutet es, trotzdem etwas zu sagen. Manchmal ist es einfach die Erkenntnis in mir, was nun aus meiner Sicht gerade ungesagt bleibt.

Schlussendlich sehe ich es als meine Aufgabe in und für die Gruppe, dem Ungesagten Platz zu verschaffen, damit es nicht als Unsägliches herumgeistert. Ein ewiges Übungsfeld …

Gedanke 5 – Etwas, das sich verändert hat: Guten Morgen Licht!

Am Morgen trete ich aus der Tür in eine neue Jahreszeit. Vor ein paar Wochen war es noch dunkel und heute begrüsst mich das Morgenlicht.

Mit geschlossen Augen den Kopf zur Sonne ausrichten und dabei auf der inneren Kinoleinwand einen Farbfilm schauen, ein Frühlingsluxus, den ich wieder entdeckt habe.

So warm, hell und lebendig entfaltet sich da ein stummer Film auf meinem inneren Augenlid. Zuerst ist zu hell für eine Farbwahrnehmung, dann kommt gelb, orange, rot und immer das Grau am Lidrand unten, mein innerer Horizont.

Anleitung «Cinéma interna»

📖 Schnack, Gerd (2016): Der große Ruhe-Nerv. 7 Sofort-Hilfen gegen Stress und Burnout. Freiburg im Breisgau: Herder.

Gedanke 6 – Eine Überraschung: Die Power der Lebenskraft

In den letzten Wochen war ich oft müde und ermattet. Zwischendurch gab es immer wieder Momente, in denen eine überraschende Kraft von mir Besitz nahm.

Plötzlich schien alles wieder leicht und einfach. Was schwer war oder was ich lange vor mir hergeschoben hatte, erledigte sich fast von selbst.

Ich kenne das … meistens im Februar. Ich erlebe dann eine Lebenskraft, die schon in der morgendlichen Dunkelheit hell wirkt. Innerlich treibt etwas heraus auf der Suche nach Wärme und Licht.

Wie ein Traum, in dem ich ein Baum bin und meine Finger im Geäst nach den ersten Anzeichen des Frühlings ausstrecke. Hier atme ich auf und lächle. Eine Einladung zum Weiterträumen!

Gedanke 7 – Eine Frage: Was, wenn das einfach wäre?

Auch darüber könnte ich hier noch eine Runde grübeln. 😉 Dieser Satz, der mich schon seit über einem Jahr begleitet, darf wieder öfter in meinem Alltag auftauchen und mich leiten.

Damit ich einen klaren Blick bekomme.

Damit ich meine innere Stimme höre.

Damit ich verbunden bleibe mit mir.

Damit ich mich lebendig und sicher fühle.

Jetzt bist du dran!

Zum Mitbloggen: 7 Gedanken als Monatsritual
Anleitung und Vorlage ↗️ von Linda Kunze: Die Gedanken werden während des Monats gesammelt. «Die Reflexion passiert nicht rückblickend, sondern mitten im Leben. Jeder Monat sammelt neue Perspektiven.»

Dein Kommentar zu meinen 7 Gedanken

Wie ist das bei dir und den Gedanken? Wo bist du hängengeblieben bei meiner Sammlung oder was hat dich zum Reinträumen eingeladen? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar ⤵️ und lese gerne, was dir im Kopf rumgeht und rumging in den letzten Wochen.

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