Meine 7 Gedanken für den Mai 2026: Eine Vision entsteht: «Im beruflichen Handeln bewusst verbunden mit der eigenen Traumkraft.»
So sehe ich meinen zukünftigen Auftrag als prozessorientierte Supervisorin, den ich in den nächsten Monaten in einem Beratungskonzept ausformuliere. Technik hilft 😉: Das Korrekturprogramm bringt die Stärken von Supervision auf den Punkt.
Unterwegs lege ich Strecken öfter auf zwei Rädern zurück und mein Drahtesel fährt in seinen Ruhepausen vergnügt Karussell.
Die 7 Gedanken vom April 2026 findest du hier: 7 Gedanken im April 2026: Wirf dein Problem in den Fluss.
Hier sind meine sieben Gedanken aus diesem Monat.
Alle 7 Gedanken auf einen Blick
Gedanke 1 – Eine Beobachtung: [folgt]
[Muss meine Notizen dazu erst im Papierstapel wiederfinden …]
Gedanke 2 – Eine Erkenntnis: Zwischenprodukte zeigen
Es muss nicht immer alles fertig sein …
Zeigen, wo im Prozess ich gerade stehe (oder auch ein bisschen krumm).
So schicke ich heute am 7. Mai diese 7 Gedanken in die Welt hinaus. Sie sind noch nicht fertig. Ich bin noch lange nicht fertig, denn solange ich atme, lerne ich.
In den vergangenen Wochen vor allem dies: Stehen bleiben. Warten. Ausatem erleben.
Weiter warten.
Immer noch warten.
Dann vielleicht ein kleiner Schritt.
Langsam.
Könnte auch rückwärts sein.
Wenn es wichtig ist, ja, dann ist es wichtig.
Trotzdem zeige ich das, was gerade ist. Jetzt. Heute!
Und es ist auch eine Einladung an dich: Das «perfekte» Resultat ist mir egal. Mich interessiert der Prozess. Wo bist du gerade dran? Was beschäftigt dich?
🎧 Baum, Mathias / Moese, Felix (2026): Post-Achievement-Depression. Warum Erfolg unglücklich machen kann. Online verfügbar unter https://artgerecht.podigee.io/329-post-achievement-depression [Stand 7.5.2026]
Ich habe die Folge noch nicht gehört. Ich warte auf einen Moment, mehr darüber zu hören, wie das im Gehirn funktioniert, wenn Erfolg unglücklich macht. Die Erklärung interessiert mich. Die Erfahrung habe ich bereits im Rucksack.
Noch eine Einladung, die hier passt: Gönne dir eine Mikropause. Eine Minute für dich zwischendurch für den Kontakt zu dir im Hier und Jetzt über deine Körperwahrnehmung. Hier ist die Mikropause des Tages zur Anregung:
Wecke jetzt deinen Atemsinn mit einer Zufallsmikropause 🥱
Atemfluss
statt
Atemstau
Aktiviere unbeschwert deine Flanken ⏰ bis es genügt.
Mikropause 311’489 von 531’441.
Mikropause des Tages am 08.05.2026
Erlebe dich ⏳ in einer Minute zwischendurch
- als ganzer Mensch
- im Kontakt zu dir
- mit allen Sinnen
… damit es dir gut geht vor dem Bildschirm 👣
Gedanke 3 – Etwas Persönliches im Klickblick: Drehender Drahtesel

«Dank» eines Streckenunterbruchs auf meinem Arbeitsweg bin ich bis im Herbst dazu angeregt, andere Fortbewegungsweisen zu erfahren.
Was mich zuerst ärgerte, ist wunderbarerweise zum überraschenden Pendlergeschenk geworden. Mein Faltvelo hängt lässig im Velokarussell am Bahnhof und wartet auf den nächsten Einsatz.
Meine Gedanken fahren da auch gleich Karussell: Ich wundere mich wieder einmal darüber, wie etwas «Schlechtes» sich so deutlich als glückliche Fügung zeigt.
Lieber als mich mit Ärger abstrampeln wegen des Streckenunterbruchs schwinge ich mich nun also regelmässig einmal mehr auf den Drahtesel und geniesse meinen Arbeitsweg ganz neu.
Was ist der Klickblick?
Ein Foto aus den vergangen Wochen von unterwegs, das mich zum Sinnieren angeregt oder mich zum Lachen gebracht hat. Der Klickblick ist eine Rubrik in meinen bisherigen «regulären» Monatsrückblicken.
Gedanke 4 – Ein Satz, der geblieben ist: Ganze Bücher sind geblieben und weitere folgen
Ich hatte noch ein paar Büchergutscheine. Lange aufgespart, nun ist es entschieden. Meine Nase in Bücher zu stecken gehört seit ewig zu meinen tiefsten Leidenschaften. An den folgenden Büchern habe ich erst ein wenig geschnuppert, manche Sätze sind schon geblieben oder haben sich «zufällig» offenbart.
Hier sind die 4 neusten, mehr oder weniger ungelesen, Bücher auf meinem Tisch und jeweils ein Zufallssatz daraus:
Was heißt das [nicht verarbeitete Erlebenssequenzen] für die Einfühlbarkeit? Gerade schwer und komplex traumatisierte Menschen begegnen uns oft mit „wenig Gefühl“, im dystonen Reden über Zusammenhänge scheinbar kaum betroffen.
📖 Hantke, Lydia / Görges, Hans‑Joachim (2021): Traumasensible Supervision: Begleitung in der Krise. Paderborn: Junfermann Verlag.
Oberhalb der Inhaltsebene befindet sich die Prozessebene, die einen höheren Grad an Bewusstsein mit sich bringt. Hier finden wir die Klarheit darüber, um was es übergeordnet geht.
📖 König, Verena (2023): Trauma und Beziehungen: Wie frühe Bindungserfahrungen und emotionale Verletzungen unser Miteinander prägen. München: Kösel.
Eine gute Methode, etwas regelmäßig durchzuführen und in den Alltag einzubauen, ist, die Tätigkeit zu ritualisieren oder an bestehende Rituale anzuknüpfen.
📖 Orosz, Ariane (2019): Stress ganzheitlich verstehen und managen. Trainingsmanual für Gruppen – mit neurobiologischen Grundlagen und integrativen Ansätzen. Bern: Hogrefe AG.
Selbstüberschätzung oder sich in punkto Achtsamkeit nur auf sich selbst zu verlassen, kann zu großen Problemen führen – entweder für Sie selbst oder für die Menschen, denen Sie Achtsamkeitsübungen anbieten möchten.
📖 Treleaven, David (2019): Traumasensitive Achtsamkeit: Posttraumatischen Stress erkennen und vermindern. Sicherheit und Stabilität vermitteln. Mit 36 konkreten Modifikationen für die Praxis. Freiburg im Breisgau: Arbor Verlag.
3 Bücher sind noch unterwegs zu mir. Ich ergänze sie hier gerne!
Gedanke 5 – Etwas, das sich verändert hat: Meine Supervisions-Vision entsteht
Als ich mich vor knapp einem Jahr entschied, die Ausbildung zur Supervisorin bso zu machen, war mein primäres Ziel, damit auch als Supervisorin OdA KT anerkannt zu sein. Damit würde ich Komplementärtherapeut:innen während der Phase der supervidierten Berufspraxis unterwegs zur HFP begleiten oder mit Atemtherapeut:innen arbeiten, die Reflexion und Austausch wünschen.
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Ich weiss nicht mehr, wann ich diesen Spruch zum ersten Mal im Leben hörte, jedenfalls gewinnt er mit voranschreitendem Lebensalter eher an Richtigkeit, als dass er diese einbüssen würde. Derzeit befasse ich mich intensiv mit meiner Identität als Supervisorin und schreibe mein Beratungskonzept für den Abschluss der Ausbildung im Herbst. Dabei merke ich: Ich habe meine eigene Vision dazu, wie ich als Supervisorin AUCH Menschen begleiten möchte. Jenseits der OdA KT.

Gedanke 6 – Eine Überraschung: Supervision als Infusion
Rechtschreibkorrekturvorschläge in meinem Mailprogramm belustigen mich immer wieder aufs Neue. Lieber als SUSANNE hätte das Programm nämlich SAUSAGE.
Na ja, ich bin auch eine Wurst.
Heute dies:

Statt Supervisionsstunde: Infusionsständer!
Auf den ersten Blick Gelächter zum Korrekturvorschlag Infusionsständer statt Supervisionsstunde. Einen Moment später, mit der bewussten Vogelperspektive für die jederzeit mögliche Erkenntnis: Doch nicht so weit gefehlt! Das kann Supervision:
- belebende Ideen-Infusion für Durststrecken in deinem beruflichen Handeln
- anregende oder beruhigende Flüssignahrung für dein professionelles Anliegen
- sofortige und direkte Behandlung für Schwächemomente in deinem Job
Das habe ich ganz ohne KI gedichtet und lass es auch einfach mal so stehen. Ein bisschen sprachliches Herumblödeln möchte ich sowieso nicht delegieren, sondern selbst geniessen.
Gedanke 7 – Eine Frage: Wer gähnt im ersten Kommentar auf dem Atemblog?
Vor 7 Jahren geschah es: 2018 startete ich den Atemblog und begann mit dem Thema Gähnen. Es interessierte mich vor allem das persönliche Erleben von Gähnen. Genau das teilt Ursula Schwendimann von der Atemschule in Männedorf ↗️ mit uns:
Gähnen ist für mich eine wohltuende Angelegenheit, die Spannung im Körper verändert sich und ich fühle mich frischer und munterer. Das Bedürfnis erwacht um eine andere Körperposition einzunehmen, wie mich bewegen oder aufrechter dazusitzen. Zudem fliesst das Tränenwasser welches meine Augen reinigt und das Atmen geht leichter und tiefer. Der Kontakt zu mir verändert sich indem ich mehr auf mich konzentriert werde und auch bin.
Erfahrungen von anderen zu lauschen stellt zur Verfügung, was beim nächsten Mal erfragt werden könnte. Sobald du den nächsten Gähner geschenkt bekommst (geht auch, ohne den Mund aufzureissen mit Nasengähnen!), spüre kurz nach und frage dich zu 1-2 Aspekten, zum Beispiel:
- Wie nehme ich jetzt die Haut, die mich umspannt, wahr?
- Was hat sich vielleicht gelöst?
- Wo ist Wärme entstanden?
- Wie fühle ich mich jetzt?
- Was ist angeregt im Körper worden?
- Wie sitze/stehe/liege ich jetzt da?
- Wie zeigt sich mir meine Atembewegung?
- Wie blicke ich nun in die Welt?
- Wie nehme ich den Kontakt zu mir selbst wahr?
- Wer bin ich jetzt?
- Was fällt mir auf?
- ….
Du ahnst es schon: Ich selbst bin natürlich bereits heftig und genüsslich am Gähnen. Du auch? Du möchtest gerne, es will aber nicht?
➡️ «Das verlorene Gähnen» von Franz Hohler
➡️ Sicher starten: Anleitung zum kieferfreundlichen Gähnen
➡️ Alle Gähnartikel auf dem Atemblog
Im Mai 2026 neu auf dem Atemblog
Da ich den regulären Monatsrückblick per Ende März 2026 aufgegeben habe, entfällt auch die Übersicht zu den neuen Blogartikeln. Das finde ich schade, deshalb nehme ich mir hier den Raum dafür. Der April 2026 ist hier auch dabei, da diese Beiträge sonst zwischen Mai und März verschwinden würden.
Bequem: Als Atemblog-Abonnentin bekommst du am Folgetag einer Neuveröffentlichung eine Info in dein Postfach. ➡️ Abonniere jetzt den Atemblog
Jetzt bist du dran!
Zum Mitbloggen: 7 Gedanken als Monatsritual
Anleitung und Vorlage ↗️ von Linda Kunze: Die Gedanken werden während des Monats gesammelt. «Die Reflexion passiert nicht rückblickend, sondern mitten im Leben. Jeder Monat sammelt neue Perspektiven.»
Dein Kommentar zu meinen 7 Gedanken
Wie ist das bei dir und den Gedanken? Wo bist du hängengeblieben bei meiner Sammlung oder was hat dich zum Reinträumen eingeladen? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar ⤵️ und lese gerne, was bei dir im Kopf kreist in den letzten Wochen.
Mini-Blogparade #8Sammeln
Mach am 8. des Monats mit bei meiner Mini-Blogparade #8Sammeln: Für alle, die mehr vom Leben haben wollen mit allen Sinnen. Für dich als Blogger:in, wenn du das Vernetzen schätzt und das Staunen liebst. Ich freue mich darauf zu lesen, wie DU die Welt erlebst!















