Innerer Bildschirmzombie Ade! Wie ich im Alltag Mensch bleibe und das atmende Wesen in mir wecke

Selfie von Susanne mit Wiese im Hintergrund

Die Ferien sind um. Nun kommt wieder der Alltag und erfahrungsgemäss übernimmt mein innerer Bildschirmzombie das Steuer.

Am Morgen stehe ich auf und gucke aufs Handy. Bildschirmaktivität folgt auf Bildschirmaktivität, bis ich abends nach einem letzten Blicks aufs Handy schlecht einschlafe.

In den Ferien ist das anders. Ich vergesse, dass ich ein Smartphone habe. Der Compi darf auch Pause machen. Es sei denn, es juckt mich in den Fingern und ich schreibe einen Blogartikel.

Nun habe ich die Nase voll. Hiermit verabschiede ich mich auch im Alltag von meinem inneren Bildschirmzombie und bleibe Mensch, auch vor dem Screen. Wie ich das anstelle erfährst du in diesem Artikel. Ob es gelingt, liest du in den nächsten Wochen, abonniere jetzt den Atemblog, um informiert zu bleiben:

Innerer Bildschirmzombie Ade auf einen Blick

Bildschirmzombie-Dasein ist ein Zustand, der sich daraus ergibt, wenn mensch ständig am Screen beschäftigt ist, Smartphone, Desktop, Fernseher etc. Die Aufmerksamkeit ist nicht im Hier und Jetzt bei sich als ganzer Mensch, sondern im virtuellen Raum. Abgelenkt.

Der moderne Mensch irrt durch den Alltag mit dem Blick aufs Handy, spürt sich nicht im Körper im Sitzen, Stehen, Gehen. Dagegen entwickle ich seit Jahren kleine Interventionen, wie z.B. die Mikropausen.

Auch ich bin ein BIldschirmzombie. Oft muss ich das sein, denn der moderne Alltag ohne Smartphone & Co. ist eine Illusion. Wo ich mich abgrenzen kann, tue ich das, so bin ich aus Social Media fast komplett ausgestiegen.

Trotzdem wohnt in mir ein innerer Bildschirmzombie, der mich auf Autopilot schaltet, Ablenkung fordert und unersättlich blaues Licht schlucken will. Schluss damit! Meinen Alltag will ich mehr als Mensch erleben. Dem inneren Bildschirmzombie sage ich heute Ade und wecke systematisch mein atmendes Wesen!

Inhalt

5 Gründe, warum ich meinen inneren Bildschirmzombie verabschiede

Äh, Bildschirmzombie? Noch nie gehört? Hier erkläre ich, was ich damit meine und wie du diesen fiesen Atemräuber verscheuchst:
➡️ Was ist ein Bildschirmzombie?

Meine brandaktuellen 5 Gründe, weshalb ich meinen inneren Bildschirmzombie heute verabschiede:

  1. Weil ich mich lebendig und als ganzer Mensch mit mir verbunden fühlen möchte, anstatt mich ständig vom Hier und Jetzt abzulenken.
  2. Weil ich im Alltag ausgeschlafen und mit allen Sinnen da sein möchte und Bildschirme mir den Schlaf madig machen.
  3. Weil ich genügend Pflichtstunden vor einem Bildschirm hocke und meine (Körper-)Haltung darunter leidet.
  4. Weil ich als bloggende Atemtherapeutin einen Weg zeigen möchte, wie es möglich ist, Bildschirm und Bewusstheit für das eigene atmende Wesen im Moment zu vereinen.
  5. Weil Bildschirme die fiesesten Atemräuber sind, die Augen austrocknen, Lebenszeit mit allen Sinnen stehlen und Selbstpräsenz zunichte machen.

Was anstelle des inneren Bildschirmzombies in meinem Alltag Platz bekommt

Wie gesagt, es ist nicht mein Ziel, Bildschirme aus meinem Leben zu verbannen. Im Gegenteil: Als bloggende Atemtherapeutin verbringe ich freiwillig Zeit vor dem Screen um Blogartikel wie diesen hier zu verfassen und ich habe grosse Freude daran!

Vielmehr geht es mir um das Bewusstsein, was mit mir selbst passiert, wenn ich mich Bildschirmen aussetze. Ich stelle mir seit Jahren Fragen wie:

  • Was macht der Bildschirm mit meiner Körperhaltung?
  • Woran spüre ich, dass mir zu viel Bildschirmzeit nicht gut tut?
  • Warum brauche ich den Blick auf den Bildschirm im Alltag, selbst wenn ich ein paar Minuten Zeit hätte für etwas anderes?
  • Wieso ist der Screen der Weg des geringsten Widerstands, wenn ich reizüberflutet und erschöpft bin und was bewirkt das, wenn ich dann ins virtuelle Viereck schaue?

Meine Antworten sind, wenn ich ehrlich bin, nicht pro BIldschirmzeit. Stundenlang vor dem Bildschirm zu sitzen, macht mich steif im Nacken, gibt mir schlechte Laune und Rücken- oder Kopfschmerzen auf die Dauer. Die Augen werden müde, trocken und die Hände schmerzen irgendwann vom Tippen/von der Mausbedienung.

Gerade wenn ich sowieso schon müde bin, zieht es mich vor den Screen. Ich lenke mich ab im öV von den mich umgebenden (unangenehmen) Reizen und mache Rätsel, scrolle durch Nachrichten oder höre Podcasts in Endlosschlaufe.

All das will ich nicht mehr. Deshalb starte ich heute mein Bewegungspausen-Experiment.

Wer bin ich ohne meinen inneren Bildschirmzombie?

Ohne meinen inneren Bildschirmzombie bin ich direkt mit mir selbst konfrontiert.

Wie geht es mir gerade? Was nehme ich wahr? Ist das angenehm oder unangenehm? Welches Bedürfnis steigt auf? Im Alltag habe ich keinen Kopf dafür, mich damit zu befassen. Zuerst muss der Business as usual erledigt werden.

So war das bisher. Heute entscheide ich mich dafür, mir nicht länger die Lebenszeit von Bildschirmen nehmen zu lassen, sondern selbst zu entscheiden, wohin ich blicke.

Ich wünsche mir für meinen Blick das Echte. Dort, wo ich mit allen Sinnen Eindrücke geschenkt bekomme und mich in dem Moment als ganzer Mensch aufgehoben fühle in meinem Dasein. Wie gelange ich dahin? (Mein innerer Bildschirmzombie will mich ja ständig davon abhalten im Alltag …)

Zugang zu mir mit Bewegungspausen

Meine besten Zugänge zu mir selbst als ganzer Mensch sind Bewegung, Atembewusstsein und Stille. Mit der Stille ist es im Alltag so eine Sache, in der lärmigen Stadt, generelle im Aussen ist es meistens laut. Innen drin aber auch.

Deshalb setze ich auf Bewegung und Atembewusstsein. Mache ich in der S-Bahn Atemübungen? Nein. Dazu habe ich beim Pendeln keine Nerven. Vielmehr stelle ich mit sozusagen tot und erschlage mich selbst mit Ablenkung, bis ich endlich zu Hause bin.

Ab heute setze ich auf Bewegungspausen. Eine Bewegungspause könnte irgend eine Art von Unterbruch sein, gerade bei der Arbeit vor dem Bildschirm. Für mich funktionieren Spaziergänge am besten. Jeder Schritt ist eine Köstlichkeit. Bewegung an der frischen Luft, möglichst draussen in der Natur. DAS will ich in meinen Alltag so integrieren, das mein innerer Bildschirmzombie keine Lust mehr hat, mich heimzusuchen.

Meine Befreiungsliste zum Social-Media-Ausstieg

Seit Jahren bin ich unterwegs zu mehr Qualität im Dasein mit allen Sinnen, anstatt virtuell ferngesteuert mein Menschsein zu verschenken. Auf dem Atemblog habe ich einige Artikel verfasst, die meinen Weg dokumentiere, z.B. was den Ausstieg aus Social Media betrifft:

Meine aktualisierte Befreiungsliste:

  1. 🚫 Facebook: 1 Unternehmensseite und 2 Profile gelöscht 🗑✅ und darüber gebloggt: Farewell Facebook: Mein erster Schritt in eine Zukunft ohne Social Media
  2. 🚫 Instagram & Threads sowie Meta Business Manager per 27.1.2025 🗑✅ Instagram Adieu: Mein zweiter Schritt in eine Zukunft ohne Social Media
  3. 🚫 TikTok: Löschung beantragt 🗑✅ 31. Januar 2025 Tschüss TikTok: Mein dritter Schritt in eine Zukunft ohne Social Media
  4. 🚫 WhatsApp Herbst 2025 🗑✅ Endlich weg von WhatsApp – Ja zu meinem gefühlten Status
  5. 🚫 Pinterest Februar 2026 🗑✅ Tschüss Unternehmensseite und privater Account Februar 2026
  6. 🚫 Telegram April 2026 🗑✅ Das war’s mit Telegram
  7. 🚫 LinkedIn (?) 2025: Ich steige aus Social Media aus und bleibe trotzdem bei LinkedIn

Das atmende Wesen in mir wecken

In den Ferien hat es super geklappt: Täglich 3x spazieren gehen. Als Spaziergang habe ich für mich definiert: 10 Minuten eine Runde gehen zählt als Spaziergang. Eine mehrstündige Wanderung darf es natürlich auch sein!

Für meinen Alltag heisst das also: Morgenspaziergang, Mittagsspaziergang, Abendspaziergang. Jeden Tag. So, wie in den letzten Wochen. In diesen Ferien sind 49 Spaziergänge zusammengekommen! Ich bin gespannt darauf, wer ich bin, wenn ich 999 Spaziergänge ausgekostet habe.

Meine Spaziergänge sind Bewegungspausen, Unterbrüche bei der Bildschirmarbeit oder verbindende Aktivität statt dem inneren Bildschirmzombie nachzugeben und in Ablenkung zu kippen. Dieser Hebel bewirkt, dass ich im Alltag ausgeschlafen bin, bessere Laune habe und in einem echten Kontakt mit mir selbst durchs Leben gehe.

Mich spüren, lebendig verbunden

Schliesslich geht es hier auf dem Atemblog neben Atemtherapie auch um Prozessorientierte Beratung und Selbstpräsenz, also sehe ich es als meine Aufgabe, Wege zu finden und auszuprobieren, wie die Verbindung mit sich und das Spüren von Lebendigkeit möglich wird.

Falls es einmal wirklich nicht möglich sein sollte, einen Spaziergang in meinen Alltag einzubauen, gibt es weitere Varianten von Bewegungspausen: Atemübungen, Dehnen, Gähnen oder eine Mikropause ausagieren. Ade innerer Bildschirmzombie! Ich wecke bewusst mein atmendes Wesen und erfahre, wer ich hier und jetzt im Kontakt mit mir selbst bin.

Wecke jetzt deinen Atemsinn mit einer Zufallsmikropause 🥱

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Erlebe dich ⏳ in einer Minute zwischendurch

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  • im Kontakt zu dir
  • mit allen Sinnen

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Mehr Mikropausen

Wie viel Macht hat dein innerer Bildschirmzombie über dich?

Wie merkst du, dass es Zeit wird, dich von deinem inneren Bildschirmzombie zu distanzieren oder gar komplett zu verabschieden? Nachfolgend findest du ein paar Hinweise oder schau dir die ausführliche Checkliste an
➡️ Atemfluss statt Atemstau: Top Ten der Atemräuber am Schreibtisch inkl. Selbstcheck und Sofort-Tipps für deinen Atemflow

Wenn dich nach oder während Bildschirmarbeit oft so erlebst:

  • überreizt
  • erschöpft
  • abgelenkt
  • Nackenbeschwerden
  • Kopfschmerzen
  • Rückenschmerzen

Zudem will der innere Bildschirmzombie immer mehr: Nur noch kurz durch dies und jenes scrollen und schwups ist eine Stunde vorbei. Wie erlebst du das? Obige Liste ist nicht abschliessend, zeigt jedoch häufige Alltagserfahrungen, wenn der innere Bildschirmzombie das Szepter in der Hand hat und das atmende Wesen im Menschen kaum Raum bekommt.

Gebiete deinem inneren Bildschirmzombie Einhalt, bevor er dich aussaugt! Wie geht das? Unterbrich, was du tust. Zum Beispiel mit einer Bewegungspause – einem kurzen Spaziergang an der frischen Luft, einer Atemübung oder einer Mikropause, die dich wieder ins Spüren zurückbringt. Wecke das atmende Wesen in dir, damit du dich als ganzer Mensch fühlst in deinem Alltag.

➡️ Was sagt die Forschung? 3 Studien, wie Atemübungen aufs Nervensystem wirken

➡️ Mikropausen Studien und 5 Quellen zu Mikropausen, die dich beim Pausen machen unterstützen

➡️ Rettungsanker Mikropause: Wie dir eine Mikropause Zeit, Geld und Nerven spart

Jetzt bist du dran!

Ich weiss nichts über dich, nur dies: Gerade jetzt hängst du am Bildschirm. Danke, dass du den Atemblog liest. Nimm dir Zeit für eine Pause vom Screen und geh spazieren. Berichte mir anschliessend gerne ⤵️ unten im Kommentar, wie du dich dabei erlebst und was Bewegung mit dir macht.

Die kleinste Bewegungspause, die ich dir vorschlagen kann, ist: Lass dich von deinem Atem bewegen und nimm wahr, wie du weit wirst, schmal wirst, wieder weit wirst … ➡️ Atembewegung spüren: Tool für deine innere Balance in 3 einfachen Schritten zum Ausprobieren

Atemtherapie und prozessorientierte Beratung bei Stress, Erschöpfung und innerer Unruhe •

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