Lebendig mit allen Sinnen

Keine Pausen? 5 alltägliche Anzeichen, die dir erst auffallen, wenn es zu spät ist

Glattufer mit Bäumen und Sommerwiesen, Schaukel fast über dem Wasser am Ast eines Baumes

Der Mensch braucht den Wechsel von Aktivität und Ruhe, von Anspannung und Lösung, von Action und Chillen. In dieser Balance leben wir gesund und zufrieden. Wenn echte Pausen über einen längeren Zeitraum fehlen, gibt es Anzeichen dafür im Alltag, die oft erst auffallen, wenn es schon 5 vor 12 ist.

Hier erfährst du 5 Anzeichen dafür, dass bei dir das Pausen machen vielleicht zu kurz kommt und welche Folgen das für dich als ganzer Mensch hat. Gerne zeige ich dir aus der Perspektive der Atemtherapie auch auf, wie du dem entgegenwirken kannst. Zum Beispiel mit Mikropausen: Ganz einfach. In kurzer Zeit. Lerne Mikropausen kennen und wie du damit in weniger als 1 Minute in deine Selbstwahrnehmung kommst.

Besonders empfehle ich dir diesen Artikel, wenn du oft am Schreibtisch arbeitest, viele Stunden am Bildschirm verbringst oder findest, Pausen seien Luxus.

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Mehr Mikropausen

1. Keine Pausen am Bildschirm: «Text‑Neck»-Syndrom

Seit Stunden sitzt du am Schreibtisch vor dem Bildschirm und arbeitest super konzentriert – ohne Pausen! Das ist toll, findet dein Chef? Das ist nicht so toll, findet dein Nacken! Wahrscheinlich, wenn du dann aufstehst und dich ein bisschen räkelst, erzählt er dir seine bisherige Not. Ist dein Nacken oft steif und schmerzt am Ende des Tages? Fehlende Pausen können die Ursache sein.

Bei der Bildschirmarbeit und vor allem am Smartphone überdehnen wir oft unsere Nackenmuskulaturen, weil wir den Kopf unnatürlich lange nach vorn neigen bzw. «hängen lassen». Dabei ist es besonders wichtig, zwischendurch dieser Haltung bewusst entgegenzuwirken und mit einer kleinen Pause etwas ganz anderes zu tun für den Körper. Mit einem Dehnen, Räkeln und Gähnen bist du da schon bestens bedient und kannst ruckzuck weiterarbeiten.

Was ist das Text-Neck-Syndrom?

Bei Bildschirmarbeit am Schreibtisch oder bei der Nutzung des Smartphones entsteht für den Kopf eine ungünstige Haltung, die zu Nackenschmerzen führen kann. Wenn das Tippen auf dem Smartphone daran beteiligt ist, dass du Nackenbeschwerden bekommst, leidest du unter «Tech-Neck» [Technischer Nacken]. Allgemein werden Beschwerden im Nacken aufgrund von Bildschirmarbeit als «Text-Neck» [Text-Nacken] bezeichnet. Oft ist die Verwendung der beiden Bezeichnungen synonym und besonders Jugendliche sind davon betroffen.

Studie zu Nackenschmerzen bei Bildschirmarbeit «Text Neck Syndrome: Disentangling a New Epidemic» (NLM [Englisch] ↗️).

2. Schlechte Laune: Fehlende Pausen sind schuld!

Deine Haut ist dünn, du reagierst gereizt und fragst dich danach, warum eigentlich? Vielleicht liegt es daran, dass du einfach keine Pausen gemacht hast. Stimmungsschwankungen und Gereiztheit können natürlich viele Ursachen haben. Indem du abcheckst, ob es an fehlenden «echten» Pausen liegt, kannst du ganz einfach eingreifen und das verändern. Eine Grundlage dafür ist, dass du spürt, was gerade ist. Diese Achtsamkeit mit allen Sinnen im Hier und Jetzt kannst du trainieren. Eine wunderbare Anregung dafür sind die geteilten Erfahrungen aus meiner monatlichen Mini-Blogparade #8Sammeln: Archiv #8Sammeln

Die einfachste und naheliegendste Pause ist übrigens bei jedem Mensch im Leben gleich mit eingebaut: In deinem Atemrhythmus folgt auf den Einatem der Ausatem und wenn der ganz ausgeströmt ist, eine Atemruhe oder Atempause, bevor der neue Einatem von selbst wieder einströmt. Achte einfach zwischendurch mal darauf, was am Ende deines Ausatems passiert, ohne Erwartung, was geschehen muss. Dann spüre nach und frage dich kurz: Wie nehme ich meine Stimmung jetzt wahr?

Was ist eine «echte» Pause?

In einer «echten» Pause hast du als ganzer Mensch Gelegenheit, dich zu erholen. Das ist wichtig für deine Gesundheit, deine Zufriedenheit und dein Wohlbefinden. Pausen haben in unserer Leistungsgesellschaft einen schlechten Ruf (das Bewusstsein dazu verändert sich zum Glück!). Am Bildschirm durch einen Feed zu scrollen ist für unser Nervensystem garantiert keine echte Pause, sondern echter Stress!

Finde heraus, welcher Pausentyp du bist und welche Fehler du beim Pausen machen in deinem Alltag beobachten kannst: Meine 3 typischen Fehler beim Pausen machen und welche spielerischen Pausen-Tools daraus entstanden sind

3. Deine Gesundheit leidet: ohne Pausen geht es nicht

Der menschliche Organismus ist darauf ausgerichtet, ständig nach einem Gleichgewicht zu suchen und sich zu regulieren, damit die Körperfunktionen passend ablaufen, du lebst und aktiv sein kannst. Ohne regelmässige und echte Erholung gerät diese Balance in Gefahr und wenn dies zu einem Dauerzustand wird, bedrohen Beschwerden deine Gesundheit, deine Zufriedenheit und dein Wohlbefinden.

Wer sowieso schon gesundheitlich «angeschlagen» ist, hat auch ein erhöhtes Risiko, sich etwas einzufangen. Wenn Regeneration ausbleibt, entsteht chronischer Stress, das mindert deine Resilienz und reduziert die Immunabwehr. Du als ganzer Mensch leidest, dein Körper fordert ein, was du ihm vorenthalten hast: Pausen machen! Echte Pausen sind eine bewährte Anti-Stress-Technik bzw. dienen der individuellen Stressbewältigung im kleinen und im grossen. Echte Pausen werden dank Atemtherapie wieder erlebbar, indem du erfährst, wie dein vegetatives Nervensystem auf Atemübungen oder Atembehandlung reagiert.

Dauerstress kann krank machen ↗️ (Informationen des Universitätsspitals Zürich)

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4. Ohne Pausen am Schreibtisch: Leistung gefährdet!

Sitzende Tätigkeiten am Bildschirm ohne Pausen können nicht nur zu Nackenbeschwerden führen (vgl. oben zum Text-Neck), sondern sind auch eine Gefahr für die Arbeitsleistung. Je länger du ohne Pause arbeitest, desto weniger leistungsfähig bist du – obwohl du dich vielleicht gar nicht so fühlst. Der Leistungsabfall geschieht schleichend. Wenn du plötzlich merkst, wie erschöpft du bist und dass eine Pause nötig ist, ist es aus Sicht deines Gehirns dafür schon fast zu spät.

Beim Sitzen geraten wir meistens unbewusst in Haltungen, die für unseren Körper nicht ideal sind. Zusammengekrümmt und zusammengesunken, mit übereinandergeschlagenen Beinen oder vorgeschobenem Kopf ist es fast unmöglich, echt durchzuatmen. Wie du weisst, ist dein Atem deine wichtigste Lebensfunktion und ohne ihn läuft nicht. Störe also deine Atem möglichst nicht bei seiner Arbeit!

Was ist eine Sitzpause?

Wenn vor dem Bildschirm die Konzentration leidet, die Stimmung in den Keller rutscht, können Sitzpausen Abhilfe schaffen. Sitzpausen sind kurze Bewegungsunterbrechungen (ca. 1-3 Minuten). In der Zeit bewegst du dich gehend, hüpfend, … Hauptsache die Sitzhaltung wird unterbrochen und du kommst in Schwung. Anschliessend bist du wieder frisch bei der Arbeit. Alle 20-30 Minuten eine Sitzpause einzubauen oder anzuregen, ist eine gute Idee.

Studie zum Unterbrechen der sitzenden Tätigkeit zur Unterstützung der Gehirnleistung (Nature [Englisch] ↗️)

5. Pausenlose Gefahr: Pausen machen wird unmöglich

Wer keine Pausen macht, gewöhnt sich daran. Vordergründig ist das so. Obwohl du kaum schläfst, es geht trotzdem. Obwohl du auch in deiner Mittagspause arbeitest, es geht trotzdem. Obwohl du in deiner Pausenzeit noch Sachen erledigst und am Handy hängst, dein Leben passt schon. Deine Wahrnehmung zählt! Nur: irgendwann kannst du auch nicht mehr «runterkommen», wenn du das unbedingt möchtest und brauchst.

Eine solche Haltung zum Thema Pausen könnte bedeuten, dass die Wahrnehmung für sich selbst auf der Strecke geblieben ist. Pause vom eigenen Wesen: Wir sind überall, nur nicht bei uns selbst. Oft damit verbunden ist ein Verhalten: Du weichst der Stille aus, findest keine echte Ruhe mehr und füllst jede Lücke, die dir vor Augen führen könnte, dass dein Leben punkto Pausen in eine falsche Richtung läuft. Klingt da etwas an bei dir? Dann ist es jetzt Zeit, dich um deine nächste Pause zu kümmern: (Wenn dir das zu viel ist und du keine Zeit hast, dich damit jetzt auseinanderzusetzen, nutze einfach eine Mikropause, die dauert weniger als 1 Minute und bringt dich direkt in deine Selbstwahrnehmung!)

Grafik: zwei Hände, die Time-out anzeigen. Text: Time-out-Toolbox Blogpardae #MeinePause

Time-out-Toolbox zur Blogparade #MeinePause mit Anregungen zum Pausen machen für den Alltag.

Was, wenn es einfach wäre?

Ja, was, wenn es einfach wäre? Du hast bis hierhin gelesen und ich nehme an, das Thema beschäftigt dich. Es klingt bei dir an, weil du merkst, wie Pausen in deinem Leben fehlen. Es löst etwas bei dir aus, weil du feststellst, dass dein Atem Informationen zu dir transportiert, die dich ins Bewusstsein bringen, wie es um dich selbst bestellt ist. (Du möchtest das ausprobieren oder üben? Nutze das Atemorakel).

Hier habe ich dir 5 Dinge beschrieben, die ich als ernst zu nehmende Anzeichen für ein Leben ohne echte Pausen bewerte – chronischen Pausenmangel, sozusagen. Treffen auch nur 2 oder 3 auf dich zu, lege ich dir ans Herz, diese Folgen von mangelnder Erholung ernst zu nehmen und dich darum zu kümmern, wie du Gesundheit, Zufriedenheit und Wohlbefinden pflegen und nähren kannst. Als Atemtherapeutin unterstütze ich dich gerne dabei. Du findest mich in Niederhasli ZH.

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