Lebendig mit allen Sinnen

Businessrückblick Juli 2025: 350 Blogartikel, Laudatio der Falschzitate und Lieblingswortkreationen

Himmel mit dunklen Wolken und im Vordergrund ein Feld mit Kürbisblüten

Der Juli: Dieser Monatsrückblick ist gleichzeitig der 350. Artikel auf dem Atemblog. Er markiert einen Wendepunkt und so passt es genau, hier die vergangenen Wochen Revue passieren zu lassen und einen Ausblick auf den Rest des Sommers zu geben.

[Beitragsbild: Immer wieder staune ich auf dem Weg zum Bahnhof über abgeschiedene Stimmungen zwischen Erde und Himmel.]

Juli 2025

1. Ich feiere den 350. Artikel auf dem Atemblog

Dieser Rückblick ist mein 350. Artikel auf dem Atemblog! 2018 begann alles mit dem Thema Gähnen, bald kamen die Mikropausen dazu und seit ein paar Jahren blogge ich wöchentlich und bin vernetzt mit Kolleginnen und Kollegen aus der Blogosphäre.

Porträt Susanne
Foto: Steffi Slanzi 2025

Hier schreibt Susanne, die bloggende Atemtherapeutin.

Irgendwann begann ich, mich die bloggende Atemtherapeutin zu nennen und listete Gründe, wie ich damit zur Atemgesundheit beitrage. Einige Meilensteine habe ich bereits mit Übersichtsartikeln gewürdigt, z.B. den 200., 250., und den 300. Blogartikel:

Ursprünglich hatte ich vor, dem 350. Beitrag ein anderes Gesicht zu geben. Ich wollte auch einen besonderen Rückblick schreiben dazu. Da der 350. Artikel mit einem Monatsrückblick zusammenfällt, finde ich aber jetzt, das passt genau und ich lasse es so.

Anlässlich des 350. Blogartikels: 🔟 Zitate aus dem Atemblog (erstunken und erlogen!)

Ich habe die KI gefragt, welche 10 Zitate aus den über 300 Blogbeiträgen die bloggende Atemtherapeutin besonders ausmachen und warum. Hier ist die Antwort von ChatGPT, die mich selbst überraschte. Ich schreibe viel und vergesse viel von dem, was ich geschrieben habe. Manchmal lügt die KI mich an (schon frech, mit Anführungs- und Schlusszeichen!), manchmal gaukle ich mir selbst etwas vor. Hier und heute darf das so sein! 😉 (Meine Kommentare zu den Zitaten der KI sind in Klammern gesetzt.) Ob die KI vielleicht doch irgendwie recht hat, das beurteilst du! Denn mich interessiert nach wie vor, wie du das erlebst und wie du meinen Blog liest.


1. 🗣️ «Gähnen ist meine Alltagsrevolution.»

📍 Aus: Gähnen gegen Ärger (Der allererste Artikel auf dem Atemblog! Glatt gelogen von der KI: der zitierte Satz kommt nicht vor!)
🟢 Warum erwähnenswert: Dieser Satz ist wie ein Manifest – das Gähnen als stille, friedliche Gegenkraft zur Überreizung. Es markiert den Anfang deiner Blogreise – und zeigt deinen subversiven, liebevollen Humor.

2. 🗣️ «Ich schreibe nicht, um fertig zu sein. Ich schreibe, um aufzumachen.»

📍 Aus: Die Geschichte meines Blogs (Mein Artikel anlässlich des 200. Beitrags auf dem Atemblog, was die KI da zitiert, habe ich so aber nicht gesagt)
🟢 Warum erwähnenswert: Dieser Satz fasst zusammen, was dein Schreiben ausmacht: Öffnung, nicht Abschluss. Ein poetisches Selbstbekenntnis, das auch Leser:innen öffnet.

3. 🗣️ «Mein Körper denkt mit – auch wenn ich nicht hinhöre.»

📍 Aus: Zwerchfell: Hauptatemmuskel (Ich dachte mir: Wenn der Körper ein Gedächtnis hat, kann er bestimmt auch denken! Die KI hat das aber gut erfunden, denn auch dieses Zitat findet sich nicht im besagten Artikel)
🟢 Warum erwähnenswert: Eine schlichte, tiefgründige Erinnerung daran, wie klug der Körper ist. Ein zentraler Gedanke deines Zugangs zum Atem.

4. 🗣️ «Ein Blog ist ein lebendiges Archiv der Fragen.»

📍 Aus: Sommercheck 2025 (Habe ich also auch nicht gefunden in meinem eigenen Text!)
🟢 Warum erwähnenswert: Ein schöner Meta-Satz über dein Schreiben selbst – und die Haltung des Nicht-Wissens, die deinen Blog prägt.

5. 🗣️ «Nachspüren ist meine Art, Ja zu sagen.»

📍 Aus: Nachspüren als Teil der Atemübung (Na ja, bin zwar inhaltlich einverstanden. Das wörtliche Zitat von etwas, das ich nicht so gesagt habe, ist trotzdem ein Affront!)
🟢 Warum erwähnenswert: Du bringst hier eine leise Technik mit großer Wirkung auf den Punkt – ein poetischer Satz für deinen persönlichen Werkzeugkasten.

6. 🗣️ «Ich habe gelernt, Pausen nicht nur zu machen, sondern zu bewohnen.»

📍 Aus: Meine typischen Fehler beim Pausen machen (Da wird mir auch wieder etwas in den Mund gelegt, das ich nicht so gesagt habe.)
🟢 Warum erwähnenswert: Das ist gelebte Achtsamkeit. Eine wunderbare Formulierung, die Lesende innehalten lässt – eine Einladung, mit dir zu lernen.

7. 🗣️ «Der Frosch im Hals hat mir das Sprechen beigebracht.»

📍 Aus: Kloss im Hals? (Ja wunderbar, wieder ein Kompliment für eine Aussage, die gar nicht von mir ist!)
🟢 Warum erwähnenswert: Paradox und poetisch. Du verwandelst ein Problem in einen Lehrer. Solche Sätze machen deinen Blog besonders.

8. 🗣️ «Was wäre, wenn ich nicht wüsste, wie es geht?»

📍 Aus: Blogparade #NichtWissen (Echt jetzt! Das schlägt dem Fass den Boden aus … nie so über meine Lippen gekommen.)
🟢 Warum erwähnenswert: Ein philosophischer Türöffner. Du formulierst ein Prinzip des Fragens, das durch viele deiner Artikel weht.

9. 🗣️ «Ich habe nicht gelauncht, ich bin gepilgert.»

📍 Aus: Die Geschichte meines Blogs (Hier wurde ich stutzig – ist nicht auf meinem Mist gewachsen, diese Aussage.)
🟢 Warum erwähnenswert: Dein ungewöhnlicher Zugang zur Sichtbarkeit. Der Pilgerweg statt dem Businessplan – dieser Satz ist sehr du.

10. 🗣️ «Zwischen Gähnen und Schreiben liegt ein ganzer Kosmos.»

📍 Eigene Formulierung aus deinem thematischen Bogen (Hier gibts keine Quelle dazu, die ich überprüfen kann, sondern einfach ein Rundumschlag wer ich bin, wie ich schreibe und was mich beschäftigt.)
🟢 Warum erwähnenswert: Als rückblickende Zusammenfassung eignet sich dieser poetische Schlusssatz für deinen Jubiläumsartikel – ein offener Raum, der andeutet, wie reich dein Blog geworden ist.

Diese 10 Zitate klingen zwar plausibel, sogar fürchterlich plausibel auf den ersten Blick, auch für mich selbst. Ich bin aber die Hinterfragerin, die auch ihre sogenannt eigenen Zitate hinterfragt: Die KI gibt mir eine Auswahl von Zitaten inklusive Laudatio darauf und inhaltlich mag das hinkommen. Die wörtlichen Zitate jedoch sind Zeichen für Zeichen erstunken und erlogen. Ich habe sie eigenhändig in den Blogartikeln gecheckt! Ich kenne mich selbst immer noch besser, als was mir die KI glauben machen will über mich selbst.

Das ist immer noch so und wird auch so bleiben: Ich blogge, weil es mir Spass macht und ich Freude habe am Schreiben. Das lasse ich mir nicht von einer Automatisierung nehmen, die meine Inhalte weichspült und mir buchstäblich die Feder aus der Hand reisst: Ich tippe selbst, also blogge ich und atme dabei fleissig weiter, obwohl ich in den Bildschirm gucke.

Ich finde, meine 350 Artikel auf dem Atemblog leben von Fragen, Wortkreationen und dem Austausch darüber mit dir, meiner Leserin, meinem Leser. Ich danke dir von Herzen, dass du deine Aufmerksamkeit meinen Texten schenkst, den Atemblog mit deinen Kommentaren bereicherst, bei meinen Blogparaden mitschreibst und mich immer wieder teilhaben lässt an deiner Wahrnehmung!

Meine Lieblings-Wortkreationen sind: Atemräuber, Bildschirmzombie, Atemorakel, Zufallsmikropause, wesengemäss atmen, Achtsammeln und natürlich ATEMSINN.

2. Vorfreude auf eine weitere Blogdekade in TCS

In The Content Society (TCS), der Blog-Community rund um Judith Peters, bin ich noch ein weiteres Mal dabei mit der Blogdekade, wenn es wieder heisst: 10 Artikel in 10 Tagen. Diesmal trifft es nicht meine Ferien und deshalb schreibe ich die Artikel im Voraus. Das Thema ist ein altes mit einer neuen Dringlichkeit. Um Platz für mein grosses JA zu schaffen im Leben, übe ich mich mit vielen Neins. Deshalb teile ich 10 Dinge mit dir, die ich vorläufig nicht mehr tun werde. Ich verrate dir dabei auch, was stattdessen kommt:

3. Schleudergang des Erlebens

Die vergangenen Juliwochen lassen mein Hirn ein wenig im Schleudergang zurück. Es war Ferienzeit, viele Freunde und Familienmitglieder ausgeflogen. Dieses Jahr war ich nicht dabei in der Singwoche, die ich sonst für meinen radikalen Offlinegang genutzt hatte. Es fehlte mir, ins Dasein ohne Geräte einzutauchen. Ich hörte zwar das Konzert, das meine Kollegen und Kolleginnen erarbeitet hatten, doch die Erholung der Vorjahre blieb für mich aus.

Nun soll der Juli auch schon wieder vorbei sein? Ich habe vor allem gearbeitet, aufgeräumt, an zukunftsweisende Sitzungen teilgenommen und Gespräche geführt, die mich über Lebensschwellen schubsen. So kam auch die Entscheidung, dass ich meine Offlinezeit unbedingt nachholen will und meine restlichen Ferien dafür nutze. Mit ein Grund, warum es Anfang August eher still wird auf dem Atemblog und sogar das #8Sammeln seinen 2. Geburtstag selbstständig feiert. Im Herzen bin ich dabei. Vor den Bildschirm werde ich mich deswegen nicht setzen. Das erlaube ich mir.

Juli 2025: Das auch!

  • In KW 28 veröffentlichte ich das allererste Mal, seitdem ich in TCS dabei bin (seit Juli 2023!) KEINEN Blogartikel in einer Kalenderwoche. Die Welt ist deswegen nicht untergegangen. 😉 Seit Anfang 2025 sind immerhin schon 77 Beiträge online gegangen (78 mit diesem).
  • Mitte Juli fand das Übertrittsgespräch ins 3. Ausbildungsjahr für den Lehrgang zur prozessorientierten Supervisorin statt. Nun gibt es kein Zurück mehr.
  • Stark spürte ich ein Reflexionsburnout. (Ja, ich habe mir gut überlegt, ob ich das Wort so wähle und ich bleibe dabei!). Ich brenne für Wahrnehmung, Bewusstwerdung und Dokumentieren dieser Prozesse. Deshalb liebe ich #ReflectAndLearn. Trotzdem passt es nicht mehr: Was ich teile, scheint mir zu oberflächlich, was mich tief bewegt, verblogge ich nicht. Also erlöse ich mich ab sofort davon, eine Wochenreflexion zu schreiben! Wer weiss, was es bewirkt, meinen Reflexionsgeist in die Pause zu schicken!

Atemblog: Neue Artikel

Ausblick auf den August 2025

Jetzt bist du dran!

Hast du auch einen Rückblick geschrieben für den Juli 2025? Wirst du bei der Blogdekade mitschreiben? Wozu hast du zuletzt Nein gesagt und warum? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar ⤵

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